Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

letzter
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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von letzter »

Ich hätte vielleicht noch eine Anregung für Regentage...
Mein Vater hatte schon in den 80ern eine Windmühle auf dem Segelboot um Energie auf Reisen zu generieren (S-Panele waren damals noch kein Thema).
Die Windmühle habe ich noch, man kann sie einfach zerlegen (Packmaß) und schwer ist sie auch nicht.
Vielleicht wäre das ja eine Ergänzung, zumindest wenn man nicht gerade in einer windarmen Gegend steht?

Übrigens: Immer mehr CP gehen dazu über nach Verbrauch abzurechnen. Wir brauchen selten mehr als ein Kw/Tag...
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tomloddel
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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von tomloddel »

Wow- schon ein beeindruckender Aufwand, um das gestecktes Ziel zu 100% erreichen zu wollen.

Ich habe mal Fragen dazu:

Warum klappst du bei gewünschter Autarkie nicht einfach manuell? Das ging ja vor windforce problemlos und geht es immer noch. Ist etwas schwerer- aber auch schneller. Zudem: wer eine EcoFlow delta pro 3 mit 50 kg tragen kann, für den ist das manuelle Falten sicherlich kein Problem. Wenn man, wie du schreibst, aus Umweltschutzgründen eine PV-Anlage hat, warum muss/willst du unbedingt elektrisch falten? Ist das nicht ein Widerspruch? Die Produktion bspw. von Lithium-Batterien ist energieintensiv und mit ökologischen Herausforderungen verbunden. Das nimmst du aber in Kauf, auch für viel Geld. Und zwar nur für das Falten. Ansonsten hätte ja auch eine kleinere Powerstation ausgereicht.

Wie bewerkstelligst du in der Praxis die Solar-Aufladung? Wir (ehemals Kyte, mittlerweile Nano-Besitzer) haben einen geringeren Stromverbrauch als du und laden unsere bescheidenen ecoflows (Summe 1kWh) mit 2 Solarpanelen (Sumne 140 W) Aber das ist in der Praxis herausfordernd. Plätze mit Baumbestand bspw. Und der sich ständig verändernde Einfallwinkel der Sonne. Wer möchte schon dauernd den Input messen und alle 30 min das Panel umstellen. Auch die Abwesenheit vom Platz- da ist das permanente Ausrichten das Paneels nicht möglich und man muss mit dem Gefühl klarkommen, ein Solarpaneel und (bei dir jetzt) eine mehrere 1.000 € teure Powerstation mitnahmebereit da stehen zu lassen. Ich glaube ganz klar nicht, dass so ein Diebstahl auf CP wirklich ein Thema ist- aber an so was denken würde ich schon, wenn ich da mal ein Tagesausflug mache. Wie geht ihr damit um -Schatten, Ausrichtung, Ausflüge und alles stehen lassen?

Und noch ein "Danke" für den Hinweis, dass die 12 V Anschlüsse deutlich effizienter sind. Wusste ich so gar nicht.
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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von Masine »

letzter hat geschrieben: 20.02.2026 18:49 Ich hätte vielleicht noch eine Anregung für Regentage...
Mein Vater hatte schon in den 80ern eine Windmühle auf dem Segelboot um Energie auf Reisen zu generieren (S-Panele waren damals noch kein Thema).
Die Windmühle habe ich noch, man kann sie einfach zerlegen (Packmaß) und schwer ist sie auch nicht.
Vielleicht wäre das ja eine Ergänzung, zumindest wenn man nicht gerade in einer windarmen Gegend steht?

Übrigens: Immer mehr CP gehen dazu über nach Verbrauch abzurechnen. Wir brauchen selten mehr als ein Kw/Tag...
Die Idee ist prinzipiell gut, wenn wir mitm Falti unterwegs sind, mögen wir aber überhaupt keinen Wind ;-)
letzter hat geschrieben: 20.02.2026 18:49 Übrigens: Immer mehr CP gehen dazu über nach Verbrauch abzurechnen. Wir brauchen selten mehr als ein Kw/Tag...
Da kenne ich ehrlich gesagt nun einen Platz, bei dem haben wir in 3 Wochen (ohne Kochen) 10kWh verbraucht. Leider muss der Campingplatz für die Abrechnung nach Verbrauch ziemlich heftig in die Technik investieren, was sich viele nicht so leisten können. Die Pauschale erhöhen ist viel billiger. Und wenn ich dann die eAutos der Dauercamper aufm Platz am WW laden sehe, kann ich es sogar verstehen.
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Re: Holkamper Kyte Umbau für vollständig autarke Nutzung mit PV Anlage + Akku

Beitrag von Masine »

tomloddel hat geschrieben: 20.02.2026 21:29 Wow- schon ein beeindruckender Aufwand, um das gestecktes Ziel zu 100% erreichen zu wollen.
Finde ich jetzt nicht, ich setze jedes Jahr paar Ideen um, das habe ich schon immer so gemacht und mir macht das Spaß.
tomloddel hat geschrieben: 20.02.2026 21:29 Warum klappst du bei gewünschter Autarkie nicht einfach manuell? Das ging ja vor windforce problemlos und geht es immer noch. Ist etwas schwerer- aber auch schneller. Zudem: wer eine EcoFlow delta pro 3 mit 50 kg tragen kann, für den ist das manuelle Falten sicherlich kein Problem. Wenn man, wie du schreibst, aus Umweltschutzgründen eine PV-Anlage hat, warum muss/willst du unbedingt elektrisch falten? Ist das nicht ein Widerspruch?
Zum einen ist selbst erzeugte elektrische Energie umweltfreundlich und günstig, zum anderen ist das Auf- und zuklappen mit Windforce in einer Minute erledigt und verbraucht daher kaum Energie. Außerdem hat die Windforce Technik für uns auch große Vorteile. Denn das Zelt ist immer direkt "faltenfrei" Auf- und vor allem zusammengefaltet. Vor allem beim zusammenfalten habe ich früher viel Zeit damit verbracht, das Zelt möglichst faltenfrei hinzubekommen. Das macht Windforce praktisch automatisch.
tomloddel hat geschrieben: 20.02.2026 21:29 Die Produktion bspw. von Lithium-Batterien ist energieintensiv und mit ökologischen Herausforderungen verbunden. Das nimmst du aber in Kauf, auch für viel Geld. Und zwar nur für das Falten. Ansonsten hätte ja auch eine kleinere Powerstation ausgereicht.
Ja das nehme ich in Kauf, aber:
1. nicht nur für Windforce, denn wir versuchen ja schließlich unsere gesamte Energie mit regenerativer Energie abzudecken. Mit 1kWh würden wir da nicht sehr weit kommen.
2. Mal davon abgesehen stehen die Ecoflows hier das ganze Jahr zu Hause und speichern PV Energie um unser Haus und die Autos damit zu versorgen. Das Gesamtsystem hat dadurch eine wesentlich bessere Umweltbilanz, als würden wir Strom aus der Steckdose beziehen, mit Gas oder Öl heizen und mit Verbrennern durch die Gegend fahren. Und zusätzlich spart uns das jedes Jahr 1xxx€ Geld.
tomloddel hat geschrieben: 20.02.2026 21:29 Wie bewerkstelligst du in der Praxis die Solar-Aufladung? Wir (ehemals Kyte, mittlerweile Nano-Besitzer) haben einen geringeren Stromverbrauch als du und laden unsere bescheidenen ecoflows (Summe 1kWh) mit 2 Solarpanelen (Sumne 140 W) Aber das ist in der Praxis herausfordernd. Plätze mit Baumbestand bspw. Und der sich ständig verändernde Einfallwinkel der Sonne. Wer möchte schon dauernd den Input messen und alle 30 min das Panel umstellen. Auch die Abwesenheit vom Platz- da ist das permanente Ausrichten das Paneels nicht möglich
Wir suchen unsern Platz immer entsprechend aus und wir mögen es auch nicht direkt unter Bäumen zu stehen. Aber das ist in der Tat die größte Herausforderung. Ohne dem elektrischen Kochen war das auch nie ein Problem, denn mit dem bisschen Verbrauch hatte der 400W Solargenerator leichtes Spiel. Mit dem Kochen ist das schon anspruchsvoller und wir müssen noch Erfahrungen sammeln.
tomloddel hat geschrieben: 20.02.2026 21:29 und man muss mit dem Gefühl klarkommen, ein Solarpaneel und (bei dir jetzt) eine mehrere 1.000 € teure Powerstation mitnahmebereit da stehen zu lassen. Ich glaube ganz klar nicht, dass so ein Diebstahl auf CP wirklich ein Thema ist- aber an so was denken würde ich schon, wenn ich da mal ein Tagesausflug mache. Wie geht ihr damit um -Schatten, Ausrichtung, Ausflüge und alles stehen lassen?
Die Gedanken haben wir natürlich auch, aber die Ecoflow steht ja im Zelt und da hat sich bisher noch keiner rein getraut. Da habe ich eher Angst um den PV Generator, den ich immer gut im Boden verankere, sodann man ihn nicht einfach wegnehmen kann.
tomloddel hat geschrieben: 20.02.2026 21:29 Und noch ein "Danke" für den Hinweis, dass die 12 V Anschlüsse deutlich effizienter sind. Wusste ich so gar nicht.
Sehr gerne :-)
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