Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

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RainerausRhede
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von RainerausRhede »

Moin
Wieder was dazu gelernt!Ich freue mich,das es doch noch Betriebe gibt,die sich mit sowas befassen,große Stückzahlen werden da wohl nicht zusammen kommen,Hut ab!
Gruß,Rainer
Bauer_80
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von Bauer_80 »

RainerausRhede hat geschrieben: 05.05.2026 19:10 Moin
Ohne eine Werksfreigabe gibts meines Wissens keine nachträgliche Genehmigung,AHK gibts eigentlich für alle Autos,selbst für Bentleys,aber ich selbst habe einen Toyota IQ,da geht auch nix,AHK hab ich trotzdem,aber offiziel als Fahrradträger.
Ich glaube auch nicht,das der Antriebsstrang vom Zoe Anhängertauglich ist,auch ein Elektromotor wird bei Belastung heiß,was ja im Anhängerbetrieb die Regel ist.
Gruß,Rainer
Also ich weiß, dass es z.B. bei "MisterDotCom" und "Die Verkuppler" selbst entwickelte AHK gibt, die ganz offiziell zum Ziehen zugelassen sind. Die durchlaufen die gleichen Testkriterien wie bei der Zulassung durch den Fahrzeughersteller. Neben der Stabilität werden auch Sicherheit, Bremsen und Antriebsstrang getestet. Das ganze wird vom TÜV abgenommen und offiziell in die Fahrzeugpapiere eingetragen. Da gibt es AHK für sehr viele Autos die ab Werk gar nicht ziehen dürfen, z.B. VW ID.3 und e-Lupo, Opel e-Astra, e-Mokka und e-Corsa, BMW i3, Fiat 500, Hyundai Inster, Renault Zoe, verschiedene Teslas und diverse Smarts. Und halt die ganzen baugleichen Modelle von anderen Herstellern.
Außerdem glaube ich, dass viele Nachrüst-AHK die ganzen Marketing-Einschränkungen bei der Anhängelast umgehen. Es gibt technisch wahrscheinlich keinen Grund, warum ein Auto mit kleinerem Akku weniger ziehen kann als das gleiche Auto mit großem Akku. Trotzdem haben die Modelle mit kleinem Akku häufig eine deutlich geringere Anhängelast. Bei den Nachrüst-AHK ist aber häufig die maximale Anhängelast von den Modellen mit großem Akku gültig für ALLE Modelle.
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ABurger
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von ABurger »

:idea:
Also entweder bin ich da nicht auf dem aktuellen Stand der Physik und Fahrwerkstechnik oder ich habe die Inhalte mancher Beiträge nicht verstanden ...
Wenn ein Fz-Hersteller persé keine Freigabe für den Anbau einer AHK gibt, wird das schon seine Gründe haben.
Wobei man ja dann auch unterscheiden muß, ob das eine AHK werden soll, die "nur" Fahrräder trägt oder auch für den Anhängerbetrieb taugen soll
und dann für welche Anhänge- bzw. Stützlast.
Eine AHK mit einem Hänger dran überträgt Längs- und Querkräfte aufs Fahrwerk und schiebt bei jedem Bremsvorgang, es zählt also nicht nur, was der Motor und das Getriebe leisten müssen, wenn gezogen wird (Anfahren in der Ebene, Schleppen bei Bergauffahrten), sondern was das Fahrwerk aufnehmen muß, wenn es in die Kurven geht oder Seitenwind aufs Gespann wirkt, Fahrbahnunebenheiten tun das Übrige dazu. Da sind alle Achsen, Querlenker und Bremsen in stärkerer Beanspruchung, als bei Solofahrten. Also müssen nicht nur die Antriebsstränge sondern auch die Achsaufnahmen, die Federung und die Bremsen entsprechend anders dimensioniert werden. Das sind Konstruktionen, die man nicht sieht, wenn man vor einem Auto steht, selbst wenn das eine Modell mehr PS hat als das andere.

Wenn so ein Auto mit AHK beim KBA vorgestellt werden soll, muß es z.B. mehrere Berganfahrten und Bremsungen hintereinander bestehen, mit Anhänger dran.
D.h., es wird geprüft und getestet und da darf nix versagen, sonst gibt das KBA das Auto nicht frei, das liegt also nicht immer nur am good-will vom Hersteller.
Wobei der Hersteller für so einen Spaß auch ne Menge an Geld zu investieren hat und diese gerne auch wieder sehen möchte.
Keine Ahnung, wieiviel das ist, aber rein aus Prestige und caritativen Gesichtspunkten wird so etwas auch nicht betrieben.
Zumal viele Hersteller sicher Fz im Katalog stehen haben, die einfacher eine Zulassung für Anhängerbetrieb erhalten - die sind halt was teurer ...

Und bitte dabei auch berücksichtigen, daß Anhänger bis 750 kg zGM keine (Auflauf-) Bremse benötigen.
Ergo ist es nicht damit getan, ein Papier zu erstellen, in dem steht, daß man eine AHK dran bauen darf ...
Es kommt also nicht nur drauf an, was auf dem Typenschild an der Heckklappe steht, sondern auch, ob so ein Fz auch einen Anhänger verkraftet, ohne daß es das Getriebe oder den Motor zerreißt, die Achsschenkel nach wenigen Kilometern ausschlagen oder Bremsen in null-komma-nix abrauchen.
Bei einem sicheren Gespann wedelt idealerweise nicht der Schwanz mit dem Hund, sondern der Hund mit dem Schwanz und bleibt trotzdem auf der Straße.

Was AHK von Nachrüstern angeht, würde ich meinen, daß die nicht einfach irgendwas zusammenschweißen können und das dann ohne Prüfung ins Regal legen dürfen.
Auch hier sind Regularien einzuhalten, was Materialgüte angeht und die Ausführungen der Schweißungen betrifft, die Pläne und Baumuster werden dann begutachtet und geprüft und erhalten dann vom KBA ihre amtliche Zulassung. Also einfach mal so geht da auch nüscht.

:camp1
Klapprige Grüsse von Rüdiger
aus dem Nizza Bayerns
(Knaus Südwind 420 M / ex-Esterel CC34)
:happy:
Zu viel Nachdenken ist wie Schaukeln.
Man ist zwar beschäftigt, kommt aber keinen Schritt weiter.
Bauer_80
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von Bauer_80 »

Die Gründe können aber auch einfach nur im Marketing liegen, vielleicht will ein Hersteller nicht dass seine e-Autos Anhänger ziehen weil er dann nicht mehr genug Verbrenner verkauft. Keine Ahnung, aber wie gesagt durchlaufen die den gleichen Prüfprozess wie beim Hersteller, werden vom TÜV geprüft und von KBA zugelassen.
camperfahrer
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Re: Zieht jemand von Euch schon elektrisch?

Beitrag von camperfahrer »

Zum Cupra Born (und somit VW id.3) kann ich bestätigen, dass die abnehmbare AHK von MrDotCom, die von einigen Werkstätten in Deutschland verbaut wird (Gesamtkosten inkl. TÜV Gutachten ca. EUR 2050) gut funktioniert. Sowohl als Fahrradträger als auch für Hängerbetrieb. Zulassung bis 1500kg Anhängelast und 75kg Stützlast. Kosten der Eintragung in die KFZ Papiere bei der Zulassungsstelle nur gut EUR 20, ohne Probleme mit dem TÜV Gutachten.

Haben vor einigen Tagen einen CampWerk Economy gekauft. Durchschnittsverbrauch nach 540km Fahrt mit dem noch ziemlich leeren Hänger ohne Fahrräder auf der Deichsel vom Ruhrgebiet über die Sauerlandlinie in den Süden mit dem Cupra Born bei einer Gesamtdurchschnittsgeschwindigkeit von 88km/h (davon bei Gegenwind rund 75km hinter einem LKW mit Abstandstempomat) 21,3 kWh/100km. Verbrauch auf der Fahrt ohne Hänger bei 110-120km/h "Zielgeschwindigkeit" (Durchschnitt unter 100km/h) war ca. 17,8 kWh/100km.

Der CampWerk mit Bordwanderhöhung ist in etwa so hoch wieder Born an der höchsten Stelle. Da das Auto ab den Türgriffen schmäler wird und das Zelt des CampWerk und die Zeltstangenbox ca. 180cm breit sind, wird die Stirnfläche etwas vergrößert.

Bei einer längeren Fahrt (2500km in D viel Autobahn, wenig Landstrasse und noch weniger Stadt) mit 2 Fahrrädern ohne Hänger mit maximal 100-120km/h war der Verbrauch in etwa genau so hoch. Jeweils bei den recht hohen Temperaturen, die wir im Juni und Juli bisher hatten.

Hoffe diese und die anderen Information in diesem Thread helfen denen, die noch unsicher sind, wie E-Fahrzeug und Hänger harmonieren, bei der Entscheidungsfindung.

Wegen des Umstiegs auf ein E-Fahrzeug wurde der Wohnwagen verkauft und bin nun neugierig auf den CampWerk und freue mich dieses Forum gefunden zu haben.
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